Dreifachturnhalle: FDP empfiehlt den Standort Heslibach
An der Gemeindeverammlung vom 5. Dezember 2025 nahmen die anwesenden Küsnachter Stimmberechtigten sowohl die Einzelinitiative zum Bau einer Dreifachturnhalle im Fallacher als auch den Gegenvorschlag des Gemeinderates für einen Standort im Heslibach an. Damit steht fest, dass Küsnacht eine neue Dreifachturnhalle erhalten wird. Da der knappp zugunsten des Standorts Fallacher ausgefallene Stichentscheid jedoch anschliessend von der erforderlichen Drittelsmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten an die Urne verwiesen wurde, kommt es am 14. Juni 2026 zur Volksabstimmung.
Wie bereits im Vorfeld zur Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2025 spricht sich die FDP klar für den Standort Heslibach aus.
Eine Halle dort bauen, wo sie gebraucht wird
Im Vordergrund steht für die FDP die Tatsache, dass - anders als in Itschnach - am Standort Heslibach vonseiten Schule Küsnacht und Kantonsschule bereits heute ein deutlicher Mangel an Turnhallenkapazitäten herrscht. Dieser Bedarf kann im Fallacher kaum gedeckt werden, da ein Shuttle-Transport vom Dorf in den Fallacher für den Turnunterrricht weder zweckmässig noch wahrscheinlich erscheint und vonseiten Kantonsschule bereits abgelehnt worden ist. Somit stünde eine Dreifachturnhalle im Fallacher mit Ausnahme der Abendstunden und des Wochenendes, wo sie von den Sportvereinen genutzt würde, mangels Bedarfs der Schule Itschnach untertags weitgehend leer. Dies ist weder nachhhaltig, noch sinnvoll. Für die FDP ist klar, dass die neue Turnhalle dort gebaut werden soll, wo der Bedarf tatsächlich besteht. Da aufgrund des dringenden Bedarfs der umliegenden Schulen ohnehin davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit eine neue Turnhalle im Heslibach gebaut werden müsste, spricht sich die FDP im Interesse eines verantwortungsvollen Umgangs mit unseren Steuergeldern klar dafür aus, die Weichen jetzt richtig zu stellen. Eine Dreifachturnhalle im Heslibach generiert dank Vermietung an die Kantonsschule Küsnacht sowie an umliegende Privatschulen überdies zusätzliche Mieteinnahmen, die angesichts der hohen Bau- und Betriebskosten eines solchen Projekts zentral sind.
Zentrale Lage und bessere Erschliessung im Heslibach
Nebst einer besseren Auslastung und Wirtschaftlichkeit überzeugt der Standort Heslibach auch durch eine bessere Erschliessung. Dank der zentralen Lage, der Nähe zum Bahnhof Küsnacht sowie der flachen Topografie ist der Standort Heslibach für die breite Küsnachter Bevölkerung, ebenso wie für externe Fans und Besucher von Unihockey-, Basketball-, oder Hallenfussballspielen gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuss und per Velo erreichbar. Dies ist im Fallacher aufgrund der steilen Hanglage und der grösseren Entfernung vom Dorfzentrum und dem Bahnhof Küsnacht schwieriger. Mit der Buslinie 918 steht eine Verbindung zur Verfügung, welche direkt und innert weniger als fünf min Fahrzeit vom Bahnhof Küsnacht zur geplanten Dreifachturnhalle im Heslibach führt. Eine Streichung dieser Buslinie durch die VBZ steht derzeit nicht zur Diskussion. Ebenso gibt die Parkplatzsituation im Heslibach keinen Anlass zur Sorge. Parkfelder gibt es rund ums Heslibach-Areal genügend. Zusätzlich stehen die grossen Parkplätze Alte Landstrasse und Zürichstrasse in Gehdistanz zur Verfügung. Für die FDP ist klar: Sofern möglich, sollen öffentliche Infrastrukturen – auch Sportinfrastrukturen – dort zu stehen kommen, wo die Bevölkerung am meisten von ihnen profitiert, und das ist im Zentrum eher der Fall als an einem weiter entfernten Standort wie dem Fallacher.
Synergien nutzen
Von einer Dreifachturnhalle im Heslilbach profitiert insbesondere der Nachwuchssport. Durch die Nähe zur bereits bestehenden HesliHalle und der Turnhalle in der Schwimmhalle könnten künftig grössere Junioren-Hallenfussballturniere (oder auch Unihockeyturniere bspw.) mit Beteiligung von Küsnachter Juniorenmannschaften öfters in Küsnacht stattfinden, da dank der grösseren Anzahl Hallen Matche parallel stattfinden könnten oder die Mannschaften vielfältigere Einspielmöglichkeiten hätten. Im Fallacher gäbe es einen solchen Turnhallen-Komplex nicht.
Sanfte Eingliederung ins Heslibach-Areal und Erhalt des Beachvolleyballfeldes
Schliesslich ist die FDP der Ansicht, dass sich die Dreifachturnhalle im Heslibach gut ins bestehende Areal integrieren würde. Die Halle käme dort zu stehen, wo heute der rote Basketballplatz und das Beachvolleyballfeld stehen. Anders als im Fallacher, wo die Tennisplätze und das Clubhaus des TC Itschnach vom Bau tangiert würden, wären im Heslibach keine festen Infrastrukuranlagen vom Bau betroffen. Der Gemeinderat hat überdies versprochen, das Beachvolleyballfeld, welches für den Bau weichen müsste, zu erhalten und innerhalb des Heslibach-Areals an einem neuen geeigneten Standort zu platzieren. Als neuer Standort käme die höher gelegene Hochsprunganlage in Frage, die angesichts der bereits bestehenden Hochsprungmatte auf der Leichtathletikanlage überflüssig ist. Im Übrigen bestehen Überlegungen, auch für das rote Basketballfeld einen neuen Standort zu finden. Infrage käme beispielsweise die Wiese neben der HesliHalle. Ansonsten besteht immer noch eine Spielmöglichkeit auf dem Pausenhof des Schulhauses Wiltiswacht (Basketballkörbe sind vorhanden). Für die FDP ist jedenfalls klar, dass der Bau einer neuen Dreifachturnhalle am zweckmässigen und wirtschaftlich nachhaltigeren Standort Vorrang gegenüber dem Erhalt des Basketballplatzes hat.